Über die Weitergabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen, gehört zu den Grundrechten. Aber nicht alle gehen klug mit diesem Privileg um. Daten sind eine Ware, die oft in falsche Hände gerät – denn sehr viele Kunden gehen leichtfertig mit ihnen um.

Mit diesen Worten beginnt ein sehr schöner Artikel bei SPIEGEL ONLINE: Ist der Kunde selbst Schuld am Datenklau?

Jeder bestimmt selbst über seine eigenen persönlichen Daten. Jeder steht selbst in der Verantwortung, seine persönlichen Daten (und Informationen!) gegenüber anderen transparent zu machen. Oder es zu vermeiden.

Trifft man für sich die Entscheidung, dass einige Rabattpunkte es wert sind, die persönlichen Daten preis zu geben, dann sollte man auch die Konsequenzen tragen. Dies können z.B. unangenehme Fragen im Vorstellungsgespräch sein: Karrierebibel: Verhör 2.0 – Die härtesten Fragen im Vorstellungsgespräch.

Mit heutigen Systemen ist es ein Leichtes, verfügbare Daten zu verknüpfen und so daraus Informationen zu generieren. Mindestens unangenehm wird es, wenn diese Informationen dann gegen Sie verwandt werden. Unschöner, wenn diese Informationen dann auch noch falsch sind.

Aber es bleibt Ihre Entscheidung, persönliche Daten anderen verfügbar zu machen! Hinterher das ganze beklagen gilt nicht. Denn das Internet vergisst nie.

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Lange war ich mit der Überlegung schwanger, ob ich überhaupt meine Präsenz im Web ausbauen sollte. Irgendwann kam ich zu dem Entschluss: ja, ich mache es.

So eine Entscheidung bedeutet gleichzeitig mindestens zwei neue Entscheidungen zu treffen:

  1. Wer soll meine Seiten physisch betreiben (neudeutsch: hosten)?
  2. Welcher Domainname / URL soll es denn sein?

Die Antwort auf die erste Frage kann sich jeder selbst beantworten. Vorausgesetzt, er/sie ist in der Lage das Internet ein wenig zu durchschauen.

Die Antwort auf die zweite Frage war wesentlich schwieriger. Vieles ist dabei zu beachten. Der Name darf nicht geschützt sein und sollte auch in Zukunft nicht von jemanden in Beschlag genommen werden dürfen. Er sollte einigermaßen einprägsam sein und auch etwas mit mir selbst zu tun haben, ohne dass mein eigener Name dort sichtbar auftaucht.

Zuerst bin ich sämtliche kurzen Namen und Abkürzungen durchgegangen. Aber bei weit mehr als einer Million exisitierender Namen in der Domäne .de ist die Chance verdammt groß, dass schon jemand anderes diesen Namen reserviert hat. Nach zwei Wochen frustierender Suche habe ich aufgegeben.

Und was tue ich, wenn ich intensiver nachdenken muss? Ich gehe ausgiebig spazieren und brainstorme so vor mich hin. Nach genügend Kilometern kam ich dann drauf: ich freue mich meines Berufes als Informatiker! Und woher kommt der Begriff Informatik? Laut Wikipedia gehen die Meinungen ein wenig auseinander, aber nach meinem Bauchgefühl ist Informatik aus den Begriffen Information und Automatik zusammensetzt.

Schnell war ich bei automatische Informationen.

Klar, als Wissensarbeiter hätte ich auch systematische Informationen nehmen können. Aber denke ich immer systematisch? Automatisch denke ich immer. Die Informatik beschäftigt sich zwar mit der systematischen Verarbeitung von Informationen, aber ohne eine automatische Verarbeitung macht es keinen Spaß.

Außerdem hat der Begriff automatische Informationen viele schöne Konnotationen:

  • Nicht nur Google lebt von der automatischen Gewinnung von Informationen. Sie erleichtern unser Leben.
  • Die vielen Datenpannen zeigen uns auf, was mit den uns betreffenden, automatisch erfassten Informationen alles passieren kann.
  • Wissen ist interpretierte Information. Können automatische Informationen jemals Wissen bedeuten?

Deshalb “Automatische Informationen”.

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